Die blöde Kuh
Viehwirtschaft ist kein angesagtes Thema. Man redet nicht so gern über Ställe und Mist. Doch darin leben Tiere, die etwa so intelligent sind wie unsere geliebten Hunde: Kühe. Doch die Kuh ist kein niedliches Haustier. Sie ist ein reines Nutztier, gibt uns Fleisch, Milch, Leder.

Kühe in Stallhaltung – Foto: Felizia Göltenboth
Die Augen sind hellblau, kugelrund und ziemlich riesig. Ein Blick genügt um alle Zweifel an ihrer Intelligenz auszuschließen, die laut der Tierschutzorganisation peta der eines Hundes ähnelt und größer als die Intelligenz einer Katze ist. Außerdem haben sie ein sehr ausgeprägtes Sozialleben. Wenn man sie nur lässt. Aber die meisten Kühe leben in einem Stall und kennen nur die Kuh, die neben ihnen steht und nicht einmal ihr eigenes Kalb.
Ich denke: Kein Wunder, dass Kühe in Indien heilig sind. Sie haben etwas Geheimnisvolles an sich, das vielleicht in ihrer Ruhe begründet ist, mit der sie ihr Heu genüsslich zermalmen und wiederkäuen.
Zwischen den Mahlzeiten beginnt jedoch das umweltproblematische Rülpsen. Seit Forscher herausgefunden haben, dass Kühe große Mengen Methan ausstoßen, wenn sie rülpsen, wird die Kuh oft als Umweltkiller deklariert.
Dabei liegt der Grund des Problems wiederum in Menschenhand: Um die Kuh möglichst leistungsstark zu machen, also viel Fleisch und Milch zu erwirtschaften, wird auf ein dafür optimales Futter gesetzt, meist Getreide, das dann für die Ernährung der vielen hungernden Menschen auf der Welt fehlt. Laut eines Artikels von Anita Idel in der Zeitschrift GEO (März 2011) würde die Kuh aber zum Klimaschützen beitragen, wenn man sie ihr natürliches Futter essen ließe: Gras. Denn Beweidung ist gut für den Boden, der unter anderem so das darin gebundene CO2 auch gebunden lässt – damit das Klima schützt – und mit der Anreicherung von Biomasse, vor allem Wurzeln, fruchtbaren Humus entstehen lässt. Diese Fruchtbarkeit wiederum stellt Lebensmittel bereit und hilft so gegen die Lebensmittelknappheit.
Fazit: Wir machen alles falsch in Sachen Kuh. Anstatt die Tiere den Boden verbessern zu lassen, stopfen wir sie mit eiweißreichem Kraftfutter voll und nehmen dabei Lebensmittel weg. Dabei halten wir die intelligenten Tiere in Ställen, wo sie wiederum nichts für das Klima und gegen die Lebensmittelknappheit tun können und stattdessen nur kühl ausgenutzt werden, um am Ende Unmengen von Fleisch und Milch bereitzustellen.
Die Kuh ist alles andere als blöd. Sie ist nicht nur intelligent, sondern auch nützlich und folglich in Indien zurecht heilig. Aber ihre Nützlichkeit gibt niemandem das Recht, sie so auszunutzen, wie es in der konventionellen Landwirtschaft der Fall ist.
Ich denke dabei an den Blick dieser Kuh mit ihren großen geheimnisvollen Augen. Sie würde bestimmt lieber im Sonnenschein mit den anderen Kühen auf einer grünen Fläche grasen und dabei unbewusst unser Klima erhalten. Doch das bleibt wohl eher ein romantischer Wunschtraum.






Die Live-Premiere: H-Blockx rocken in Berghülen
Super Auftritt in Bergh len Die H-Blockx zum Anfassen Schade dass...
Matheabitur 2012 mit großem Überraschungseffekt
Ich glaube die meisten hier beziehen sich auf das Abitur in...
Matheabitur 2012 mit großem Überraschungseffekt
Ihr wisst aber schon dass sich die Abiturpr fungen von Bundesland...
Matheabitur 2012 mit großem Überraschungseffekt
Hallo erst einmal Ich habe das Mathe - Abitur mitgeschrieben und...