Casting Shows: Karrieresprungbrett oder nur peinlich?
Castingshows gibt's wie Sand am Meer. Warum der Hype nicht nachlässt? Für die Kandidaten ist es die Hoffnung auf die große Karriere, für die Zuschauer ist es eher die Belustigung... Julia Möller-Döling (17) hat sich Gedanken gemacht.

Dieter Bohlen, Jury-Mitglied von DSDS, hält mit seiner Meinung selten hinter dem Berg. – Foto:dpa
Die Castingshow, wie ein roter Faden zieht sie sich durch sämtliche Bereiche des Showbiz. Ob für Musiker, Sänger oder Models – sie scheint eine Chance zu bieten, die ersten Schritte auf dem Weg zur großen Karriere zu machen. Dennoch ist meine Einstellung zu den Castingshows teilweise sehr kritisch.
So hat sich bestimmt jeder schon einmal gefragt: Was machen diese Leute in den Castingshows, wenn sie überhaupt kein Talent haben? Merken sie das nicht selber, dass sie sich vor der Öffentlichkeit lächerlich machen? Und: Können sie sich mit diesem peinlichen Auftritt überhaupt noch in ihrem sozialen Umfeld, wie dem Arbeitsplatz oder in der Schule blicken lassen? Deshalb ist bei den meisten Kandidaten einfach fremd schämen vor dem Fernseher angesagt.
Aber, was ist der Reiz dieser Shows, sie trotzdem anzuschauen? Ich persönlich finde es toll, dass die unterschiedlichsten Menschen dort aufeinander treffen, die alle das gleiche Ziel verfolgen. Den Traum vom großen Erfolg teilen sie alle miteinander. Für manche Menschen ist eine solche Castingshow wie ein Neuanfang und eine letzte Chance, ihr Leben zu verbessern. Beispielsweise vom armen Straßenmusiker zum Superstar. Es ist schön zu sehen, dass es junge Talente gibt, die aus ihrem Leben etwas machen wollen.
So bieten Castingshows auch die Gelegenheit, sich eine persönliche Meinung zu bilden und seinen individuellen Favorit zu finden, mit dem man dann die Shows hindurch mitfiebert. Was jedoch die meisten immer wieder abends vor den Fernseher lockt, ist die Gewissheit, im Verlauf der Sendung einfach mal so richtig lachen zu müssen. Der Grund dafür sind natürlich die außergewöhnlichen Kandidaten ohne jegliches Talent, die den Shows das gewisse Etwas verleihen. Daher kann man sagen: Was wäre trotz allem eine Castingshow ohne diese lustigen Kandidaten? Erst diese bilden den Kontrast zwischen richtig guten Talenten und eben denen, die meist nur daran glauben, welche zu sein.
Ich finde dennoch, dass manche Castingshows mit den schlechten Kandidaten sehr übertreiben und diese in den Vordergrund stellen. Wenn wir die letzten Jahre Revue passieren lassen, fallen die hohen Einschaltquoten der Castingshows auf. Doch, was ist der Schlüssel zum Erfolg? Ich denke, die perfekte Mischung aus guten und weniger guten, aber dafür lustigen Kandidaten.






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