Auf Rockstar-Kurs

Sie sind erst 13 Jahre alt, aber schon richtig am Abrocken: Jonas Schramm, Daniel Kotischke und Florian Kiesling sind zusammen Rockfish, eine der jüngsten Bands Süddeutschlands.

Erschienen am Samstag, 12. Januar 2013 | Print

Die junge Band Rockfish macht bereits hohe Sprünge. - Foto: Thomas Kärcher

Rockfish haben schon einige Erfolge zu verbuchen. Allein im vergangenen Jahr hatten die Jungs 15 Live-Auftritte und brachten zudem ihr Album „Going to Get Bigger“ mit neun rockigen Songs und frechen Texten heraus. Sowohl die Texte als auch die Melodien stammen aus eigener Feder, und seit drei Monaten haben die Jungs sogar ihr eigenes Computerprogramm zur Vorproduktion, das sie in den Sommerferien erlernt haben. „Manchmal verbringen wir den ganzen Tag im Studio, das kann schon anstrengend sein“, meint Gitarrist Flo.

Am liebsten stehen die Jungs daher auf der Bühne. Ihr bisher größter Auftritt war vergangenes Jahr am Schwörmontag auf dem Münsterplatz. „Es war überwältigend, wie viele Leute da waren“, erinnert sich Flo. Das erfolgreichste Konzert fand jedoch im heimischen Mähringen statt. „Für so ein kleines Dorf war unglaublich viel los, und wir haben bei dem Konzert 65 CDs verkauft.“

Unter Vertrag steht Rockfish bei dem Label ruuf-records, an dessen Standort in Ulm die Band ihre Aufnahmen macht. Neben ihrer Musik gestalten die Jungs auch ihre Homepage und ihr Logo selbst. „Das soll sich alles nach uns anhören.“

Alle Drei haben schon fünf bis acht Jahre Gitarren- oder Schlagzeug-Unterricht. Auch das Schreiben englischer Texte fällt Rockfish nicht schwer, da sie schon seit der Grundschule Englischunterricht hatten. Dass sie dennoch auf deutsche Texte umgestiegen sind, liegt daran, dass ihre eher jüngeren Fans die Botschaft der Songs genau verstehen sollen.

Natürlich gehen Rockfish auch selbst auf Konzerte und Festivals, wie zum Beispiel zu Rock am See. „Mit neun Jahren war ich auf einem AC/DC-Konzert“, erinnert sich Flo. Als große Vorbilder der Band gelten Dave Grohl von den Foo Fighters und Joey Jordison von Slipknot. „Der kann mega schnell spielen und hat’s einfach voll drauf“, schwärmt Drummer Dani.
Es ist wohl der Traum jeder Band, einmal vor einem Millionenpublikum zu spielen. Aber die Jungs sind realistisch: „Der Spaß ist das Wichtigste, wir würden uns niemals von Produzenten oder Labels unter Druck setzten lassen.“ Da sind sich alle einig. Auch darüber, dass ein vernünftiger Schul- und Hochschulabschluss Priorität hat, und die Musik in erster Linie ein Hobby sein soll.

Trotz des hohen Zeitaufwands fühlen sich die Achtklässler keineswegs unter Stress, sondern bleiben ganz locker. „Man bekommt immer was zurück, worauf man stolz sein kann!“ Die Drei genießen es auf Konzerten zu spielen und dort auch andere Bands kennenzulernen. Sie verspüren keinerlei Konkurrenzdruck. „Konkurrenz gibt es im Sport, aber nicht unter uns jungen Bands, da geht es darum, Kontakte zu knüpfen und möglichst viele Erfahrungen zu sammeln!“

Die Beziehung zu ihren Fans ist den Youngstern sehr wichtig. Im Anschluss an die Auftritte werden Autogramme gegeben, CDs verteilt und persönliche Gespräche mit den Fans gesucht. Erschöpft sind die Drei jedoch keineswegs. „Es macht viel mehr Spaß bei den Fans zu sein, als nur Backstage rumzuhängen!“

Von Philemon Schick

Info Live sind Rockfish in der Umgebung wieder am Samstag, 19.<TH>Januar, um 18.30 Uhr in der Oberelchinger Brühlhalle zu sehen.

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