Unplugged um die Wette

Nachwuchsmusiker dürfen in der Schranne in Weißenhorn im Juli um die Wette spielen. Der Sieger erhält 300 Euro, bewerben kann man sich noch bis Ende März. Organisator Thomas Schulz über den Contest.

Erschienen am Montag, 25. Februar 2013 | Print

In der besonderen Atmosphäre der historischen Schranne in Weißenhorn durften Nachwuchsbands schon 2011 zeigen, was sie können. - Foto: Lars Schwertdfeger

Sie veranstalten den Bandcontest zum dritten Mal in der Weißenhorner Schranne. Was ist das Besondere an dem Ort?

THOMAS SCHULZ: Es ist immerhin eines der ältesten Gebäude in Weißenhorn, es war früher Markthalle und Kornkammer. Also immer schon ein Ort, an dem Menschen zusammenkamen. Es hat auf alle Fälle eine besondere Atmosphäre!

Die Bands müssen unplugged, also nur auf akustischen Instrumenten spielen. Warum?
SCHULZ: Das ist eine besondere Herausforderung, da erkennt man schon die Klasse der Musiker.

Was muss man akustisch denn besonders beachten?
SCHULZ: Ein saubere Spielweise ist wichtig, weil man nichts durch die Lautstärke vertuschen kann. Die Technik muss stimmen.

Es ist sicher auch für die Jury nicht einfach, die beste Band auszuwählen. Worauf kommt es an?
SCHULZ: Ich kann jetzt nicht alle Kriterien aufzählen, mehreres ist wichtig. Zum Beispiel eben die Spieltechnik, aber auch die Darstellung, und wie eine Band harmoniert. Der Gesang sollte sauber sein, gerade bei mehrstimmigem. Aber auch Solokünstler sind gerne gesehen!

Und die Kreativität? Gehen auch Cover-Versionen?
SCHULZ: Kreativität ist wichtig, klar! Es müssen schon eigene Songs sein, maximal eine Cover-Version. Wie gesagt, mehrere Dinge sind ausschlaggebend. Es hilft nicht, wenn man tolle Songs hat, aber dasteht wie ein Stock. Da muss schon etwas rüberkommen. In diesem Jahr lassen wir auch das Publikum mit abstimmen, wohl über eine Lautstärkemessung des Applauses.

Sie spielen selbst in einer Band, sind Bassist von Chuck ’n’ Co. Wie verlief denn Ihr musikalischer Werdegang?
SCHULZ: Ich habe angefangen als ich 12, 13 war, mit Volksmusik. Dazu hatte ich aber bald keine Lust mehr, mit 16 habe ich eine Band gegründet. Ich spiele Blues und Jazz, meistens Eigenkompositionen.

Haben Sie einen Tipp für eine Band, die es „schaffen“ will?
SCHULZ: Wichtig sind ein gutes Studio, gutes Management – und Beharrlichkeit. Und möglichst viel spielen, auch auf Contests, um Kontakte zu knüpfen. Ohne geht heute nichts mehr.

Sie erwähnen die Contests. Was außer dem Preisgeld bringt das einer jungen Band?
SCHULZ: Das Geld ist als eine Anerkennung gedacht. Wichtig ist, dass man überhaupt mal öffentlich spielt, das gibt schon Selbstvertrauen. Und man lernt andere Bands kennen. Von unseren letzten Contests weiß ich, dass viele Freundschaften geknüpft wurden. Wie gesagt, Connections sind wichtig.

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