Viel Lärm um nichts
Die Amerikaner sind als erste Menschen auf dem Mond gelandet. Um ein dort gestrandetes Raumschiff zu untersuchen. Die Folge dieser Entdeckung ist eine gigantische Maschinenschlacht auf der Erde – sie dauert 156 Minuten, heißt "Transformers 3" und ist gähnend langweilig.

Eine von vielen Explosionen in Transformers 3 – Screenshot: acht9, Quelle: transformersmovie.com)
1961 beobachten die Amerikaner den Aufprall eines fremden Raumschiffs auf den Mond. Sie wollen das Schiff vor den Russen bergen und starten deshalb ihre Mondmission. Die Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin betreten das unbekannte Raumschiff und sie bestätigen dem US-Präsidenten die Existenz von außerirdischem Leben im All. So lautet die Version der Mondlandung in “Transformers 3″.
Nach dieser Rückblende verschlägt es den Film zurück in die Gegenwart. Die Autobots – Roboter, die sich in Autos verwandeln können – arbeiten Hand in Hand mit US-Streitkräften auf dem Planeten Erde. Doch während ihrer täglichen Arbeit halten sie Ausschau nach ihren wahren Feinden: Den Decepticons – ebenfalls Roboter –, gegen die sie einst einen Krieg geführt haben. Nach dem Fund einer außerirdischen Brennstoffzelle, die Schuld an der Katastrophe von Tschernobyl ist, starten die Autobots ebenfalls eine Mondmission. Denn sie kennen diese Zelle: Sie stammt von ihrem Raumschiff, der Ark. Dem Schiff, das seit Jahrzehnten auf dem Mond liegt. Da sich an Bord dieses Schiffs noch eine weitere hochrangige Technologie sowie ihr ehemaliger Anführer befinden, machen sie sich auf den Weg und holen beides auf die Erde: Den Autobot Sentinel Prime sowie einige Pfeiler einer Weltraumbrücke, mit der man sich von einem Ort im Universum an einen anderen beamen kann.
Danach folgen Kämpfe. Die Decepticons und die Autobots kämpfen auf der Erde um die Weltraumbrücke. Und das ist das erste Problem von Transformers 3: Es gibt in diesem Film keinen Spannungsaufbau. Es gibt keinen Höhepunkt oder mehrere, voneinander abgetrennte Höhepunkte. Der gesamte zweite Teil des Films versucht ein einziger, spannender und actionreicher Höhepunkt zu sein. Und wird dadurch bereits nach kurzer Zeit gähnend langweilig. Regisseur Michael Bay versucht dem Publikum ein einzigartiges und andauerndes Spektakel zu bieten. Er liefert ihm hingegen pure Langeweile und ein lächerliches Szenario nach dem anderen.
Hinzu kommen massenweise schlechte Sprüche auf Seiten der Menschen, ein unschlüssiges Drehbuch und ein Hauptdarstellerpaar, das unfähig ist, seine platten Rollen doch noch irgendwie mit schauspielerischem Können zu retten. Shia LaBeouf wirkt in der Rolle des Sam Witwicky, als Retter der Erde und Held, genauso hilflos wie Rosie Huntington-Whiteley als seine Freundin Carly Spencer – die ihren Freund übrigens erst dann zu lieben beginnt, wenn er seinen Teil zur Miete beiträgt und wieder einmal die Welt gerettet hat.
Zu guter Letzt gibt es noch jede Menge dramatische Musik und selbst für einen US-Kriegs- bzw. Actionfilm unglaublich viele US-Flaggen zu bestaunen, oder eben zu belächeln. Die musikalische Untermalung schafft es keineswegs, das Niveau des Films zu heben. Sie ist zu eintönig. Laut und dramatisch, so dass sie einem nur noch mehr das Gefühl gibt, lachen zu müssen. Am Ende verlässt man den Kinosaal deshalb mit dem Gefühl, einen wirklich schlechten Actionfilm gesehen zu haben. Und genau das ist Transformers 3: Ein wirklich schlechter Actionfilm.






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