Theater jung und international
Derzeit läuft an der Akademie für darstellende Kund (AdK) in Ulm ein besonderes Projekt: 103 Schüler aus drei verschiedenen Ländern nehemen an Workshops der Schauspielschule im Rahmen des Projekts „Theatre Festival IN“ teil.

Schüler aus aller Welt treffen an einem besonderen Ort, der Bühne, aufeinander und lernen, alles zurückzulassen und ohne Angst zu zeigen, was sie können“, sagt Marco Pejrolo, Theaterpädagoge aus Italien. Pejrolo und sein Kollege Davide di Palo sind als Koordinatoren bei dem Theaterprojekt „Theatre Festival IN“ der Akademie für darstellende Kunst (AdK) dabei.
Seit Anfang der Woche erlernen die Jugendlichen aus Deutschland, Italien und Rumänien in Workshops verschiedene Methoden, Performances zu gestalten und so ihre Kreativität auszuleben. Am Mittwoch zeigten sie ihr Können bereits auf dem Münsterplatz. „Das war total cool“, erzählt eine Schülerin der Freien Waldorfschule am Illerblick. „Man sah ihnen die Freude richtig an“, sagt begeistert Maria Szabo, Begleiterin der Gruppe aus Rumänien.
Unter den 103 Schülern sind 55Schüler der Freien Waldorfschule am Illerblick, 39 kommen vom Istituto die Istruzione Superiore in Turin und neun sind vom Liceul Waldorfschule Cluj in Rumänien. Die Schüler sind zwischen 13 und 19 Jahren alt.
Laut Szabo hatten die meisten ihrer Schüler noch nie Rumänien verlassen. Für sie sei es also eine großartige Erfahrung, zumal alle Teilnehmer bei Familien der Waldorfschule untergekommen sind und so deutsche Kultur kennenlernen. Auch die meisten Italiener sind das erste Mal in Deutschland.
„Unser Anliegen ist es, junge Menschen aus Südosteuropa zu vernetzen. Sie sollen sich in kreativen Theaterarbeitsprozessen kennenlernen und bestenfalls entstehen dabei freundschaftliche Beziehungen“, sagt Ralf Rainer Reimann, Leiter der AdK. Es ist das erste Mal, dass ein solches Theaterprojekt von der AdK veranstaltet wird. Die Idee sei es, dies nun alle zwei Jahre zu wiederholen, sagt Sandra Schüssler, Leiterin des Festivals.
Der Kontakt zu der Schule aus Rumänien kam über die Ulmer Waldorfschule am Illerblick zustande, zur italienischen über die beiden italienischen Theaterpädagogen. Mitfinanziert hat das Projekt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und die Ulmer Bürgerstiftung.
Info
Öffentliche Aufführungen der einstudierten Performances sind am 14. Oktober, 15. Oktober und 16. Oktober jeweils um 19 Uhr im Akademietheaterhaus Ulm, Unterer Kuhberg 10.







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