Konzerte von Jungen für Junge
Den etablierten Clubs fehlt das Livepublikum. Konzerte, die junge Bands mit anderen lokalen Nachwuchsbands organisieren, laufen aber gut.
Livemusik ist out? Wenn man die Ulmer Clubbetreiber hört, scheint das Aussterben der Rockmusik nur eine Frage der Zeit zu sein. Aber es gibt Anlass zur Hoffnung. Denn während die größeren Clubs offenbar Probleme haben, junge Leute dazu zu bewegen, ihre Livekonzerte zu besuchen, gibt es eine interessante Parallelbewegung: Immer mehr Konzerte werden von den jungen Musikern selbst veranstaltet – für gleichgesinnte.
Frank Bündgens (20) und seine Alternative-Rock-Band Cortex etwa organisieren regelmäßig Konzerte. Das nächste wird am 28. Januar im Büchsenstadel stattfinden. Außer Cortex selbst stehen die Punkband Clamorous aus Dornstadt und die Ulmer von City Kids Feel the Beat, die Punk-Pop und Hardcore spielen, auf der Bühne. Die drei Bands stellen in der Büchse jeweils ihre neuen Alben vor. Frank Bündgens rechnet mit einem vollen Haus. „Meistens ist die Hölle los bei solchen Konzerten.“
Dass das in den angesagten Clubs nicht immer der Fall ist, sei ihm auch schon aufgefallen. Woran das liegen könnte? Ein Grund könnte sein, dass in den Clubs meistens Bands spielen, die von weiter her kommen – aber doch auf mittlerem Bekanntheitsniveau rangieren. Wenn dagegen die lokalen Bands Konzerte organisieren, laden sie gemeinhin andere lokale, junge Bands ein. „Das spricht sich dann rum, wir legen Flyer in unseren Schulen aus“, sagt Bündgens. Die Schulkameraden würden der Einladung dann auch eifrig folgen, zumal der Eintrittspreis deutlich niedriger liege als in den größeren Clubs.
Dass die Werbung über die Schule gut funktioniert, zeigen auch die Beispiele von Schülern, die Konzerte organisieren – oftmals für einen guten Zweck, wie der „Rock for Africa“ des Albert Einstein Gymnasium, um nur eines zu nennen. Erfolg hatte auch die Schülerfirma des Hans-und-Sophie-Scholl-Gymnasiums, die einen Contest für Nachwuchsbands veranstaltet hat. Die Firma hat Gewinn gemacht.
Fotos (von oben nach unten): Cortex (Jap-Fotografie), City Kids Feel the Beat (facebook.de/citykidsfeelthebeat)







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