Die friedliche Revolution – eine Idee auf zwei Kontinenten

Indien, das Land der Gegensätze und Farben, das ist doch wirklich einen Besuch wert, oder? Genauso denken 16 Schülerinnen und Schüler des Nikolaus–Kopernikus-Gymnasiums in Weißenhorn. In den beiden Jahren bis zum Abitur lernen sie in zwei Seminaren die deutsche und indische Geschichte kennen.

Erschienen am Mittwoch, 16. Januar 2013

Foto: NKG

Sechzehn Schülerinnen und Schüler des Weißenhorner Gymnasiums  erleben mit den beiden Lehrern Christiane Schraufstetter und Bastian Fleck “Eine friedliche Revolution – eine Idee auf zwei Kontinenten”. Dabei setzen sie sich mit dem Thema „Friedliche Revolution“ in den Ländern Deutschland und Indien auseinander: Sie vergleichen die deutsche Revolution von 1989 mit der indischen Revolution unter Mahatma Gandhi und lernen so vieles über die indische Kultur. Unter den Schülern sind Sabrina Kramer und Aurelia Weritz. Aurelia hat ihre Mitschülerin für acht9.de interviewt.

Aurelia: Erzählt mal, was genau habt ihr vor?

Sabrina: Wir haben uns dazu entschlossen, sowohl die Geschichte Indiens als auch die deutsche Geschichte in Bezug auf die friedliche Revolutionen in beiden Ländern genauer kennen zu lernen. Dazu gehört auch sowohl ein dreiwöchiger Aufenthalt in Indien, als auch ein dreiwöchiger Aufenthalt der indischen Gastschüler bei uns.

A: Und sowas ist Teil des Lehrplans? Müsst ihr euch nicht auf das Abitur vorbereiten?!

S: Doch, aber dieses Projekt ist ein Teil unseres Abiturs. In der Oberstufe müssen neben den normalen Unterrichtsfächern je ein Wissenschafts- und ein Projekt-Seminar belegt werden. Wir entschieden uns für das Projekt „Die friedliche Revolution – Eine Idee auf zwei Kontinenten: Indien und Europa“, welches beide Seminare miteinander vereint. In unserem W-Seminar beschäftigen wir uns mit der friedlichen Revolution Deutschlands 1989 und mit der indischen Revolution unter Mahatma Gandhi in den 1940er Jahren. Das P-Seminar richtet sein Hauptaugenmerk darauf, den mehrwöchigen Austausch mit der „Delhi Public School Bangalore North“ zu planen und zu organisieren. Im W-Seminar schreiben wir Seminararbeiten, die in die Abiturnote mit einfließen.

A: Wie seid ihr denn dazu gekommen, mit einem Land, das so weit von uns weg ist, einen Austausch zu machen ?

S: Zwischen unserer Schule und der „Delhi Public School Bangalore North“ besteht der Kontakt seit nun mehr als sechs Jahren. Unser dreiwöchiger Austausch ist nun der Dritte dieser Art innerhalb von fünf Jahren und die Zusammenarbeit kann durchaus als routiniert bezeichnet werden.

A: Habt ihr schon geplant, was ihr macht, wenn die Inder hier sind?

S: Ja, das Programm für Deutschland steht bereits. Geplant ist eine Exkursion nach Berlin, bei der wir unter anderem den Bundestag besuchen wollen. Wir wollen aber auch ein paar Tage an die Uni gehen, um uns mit dem Studienangebot vertraut zu machen, zumal Deutschland auch für die Inder ein attraktives Studienziel sein könnte.

A: Welche Städte werdet ihr in Indien besuchen?

S: Zuerst machen wir einen dreitägigen Zwischenstopp in Delhi, danach geht die Reise weiter, zu unserem eigentlichen Bestimmungsort: Bangalore, der drittgrößten Stadt Indiens, welche sich in jüngerer Zeit zu einem der wichtigsten IT-Zentren des Landes entwickelt hat und von Unternehmern und Studenten aus ganz Deutschland besucht wird.

A: Und wie habt ihr euch die Finanzierung vorgestellt?

S: Unsere Seminare werden von der Robert Bosch Stiftung und vom Goethe-Institut unterstützt, die uns bei unserem Vorhaben sowohl logistisch als auch finanziell zur Seite stehen. Des Weiteren haben wir Schüler uns in Eigenregie auf die Suche nach Sponsoren aus der Region gemacht und trafen vielerorts auf Anklang.

A: Organisiert ihr das alles alleine oder helfen euch eure Lehrer?

S: Ja natürlich, so ein riesen Projekt nur von Schülern organisieren zu lassen, würde wahrscheinlich nicht gut gehen. Unsere betreuenden Lehrer Frau Schraufstetter und Herr Fleck helfen uns, wo sie nur können, sie ermutigen uns immer wieder Eigeninitiative zu zeigen und die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Allerdings versuchen wir so viel Verantwortung wie möglich zu übernehmen.

W-P-Seminar, Aurelia Weritz und Sabrina Kramer

Die Facebook-Seite des W-P-Seminars “Friedliche Revolution – Eine Idee auf zwei Kontinenten” findet ihr hier.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*


9 + = 10

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>


* Diese Angaben sind Pflichtangaben!
Wie bekomme ich einen Avatar? Wenn Du neben deinen Kommentaren einen Avatar anzeigen lassen möchtest, kannst Du Dich einfach bei gravatar.com oder einem ähnlichen Dienst registrieren. Um Deinen Gravatar dann hier oder auf anderen Blogs zu nutzen, musst Du beim Kommentieren einfach die Mail-Adresse angeben, unter der Du auch Deinen Avatar gespeichert hast.

Archiv

Teilen

Bookmark and Share